Viele Häuser, Scheunen und Hallen in Österreich haben Dächer aus Faserzement, oft einfach „Eternit“ genannt. Eine PV-Anlage darauf ist möglich. Es gibt aber ein paar Punkte, die Sie vorher klären sollten.
Wie alt ist das Dach?
Das ist die wichtigste Frage. Faserzementplatten, die vor etwa 1990 hergestellt wurden, können Asbest enthalten. Solange die Platten intakt sind und nicht bearbeitet werden, gilt das als vergleichsweise unbedenklich. Beim Bohren, Schneiden oder Brechen können aber Fasern freigesetzt werden, und das ist gesundheitlich gefährlich.
Deshalb gilt: Ältere Eternit-Platten werden nicht einfach angebohrt. Bei Verdacht auf Asbest muss die Arbeit nach den geltenden Schutzvorschriften erfolgen, und manche Arbeiten dürfen nur Fachbetriebe mit entsprechender Berechtigung durchführen.
Welche Möglichkeiten es gibt
- Neuere Platten ohne Asbest: Hier wird die Anlage mit Befestigungen montiert, die speziell für Wellplatten gemacht sind, meist durch den Wellenberg mit passender Abdichtung.
- Ältere Platten in gutem Zustand: Es gibt Befestigungssysteme, die mit möglichst wenig Eingriff auskommen. Ob das bei Ihrem Dach zulässig und sinnvoll ist, muss im Einzelfall geprüft werden.
- Dachsanierung vor der Montage: Ist das Dach alt oder beschädigt, ist es oft vernünftig, es zuerst zu erneuern und danach die PV-Anlage zu montieren. Die Module halten 25 Jahre und länger, das Dach darunter sollte das auch.
Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher sagen kann das nur eine Materialprobe im Labor. Hinweise geben das Baujahr des Gebäudes, Aufdrucke auf der Rückseite der Platten oder Unterlagen aus der Bauzeit. Im Zweifel gehen wir vom Schlimmeren aus und planen entsprechend.
Was wir bei der Besichtigung prüfen
- Alter und Zustand der Platten, Risse, Moos und Bruchstellen
- Unterkonstruktion und Tragfähigkeit
- Ob eine Montage ohne Bearbeitung der Platten möglich ist
- Ob eine Sanierung vor der Montage sinnvoll ist
Wählen Sie in unserer Anfrage einfach „Eternit“ als Dachmaterial, dann schauen wir uns das bei der Besichtigung genau an.
Dieser Beitrag ersetzt keine fachliche Prüfung. Für Arbeiten an asbesthaltigen Materialien gelten in Österreich strenge Arbeitnehmerschutzvorschriften.
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